Elektromobilität

Elektrisch fahren ist einfach. Die richtige Entscheidung dahinter nicht immer.

Elektromobilität ist längst im Unternehmensalltag angekommen. Doch mit der Entscheidung für ein Elektrofahrzeug entstehen neue Fragen: Welche Reichweite brauche ich tatsächlich? Welche Ladeleistung ist sinnvoll? Wo wird überwiegend geladen – zu Hause, im Unternehmen oder unterwegs? Und welche Technologien sollte ein Fahrzeug heute bereits beherrschen, damit es auch morgen noch zu den Anforderungen passt?

Denn beim Elektrofahrzeug entscheidet nicht allein das Fahrzeug. Batterie, Ladeleistung, Ladeinfrastruktur, Stromtarif und das individuelle Nutzungsprofil müssen zusammenspielen.

Genau hier lohnt sich ein genauer Blick.

Nicht die größte Reichweite ist automatisch die beste

Eine möglichst große Batterie klingt zunächst nach Sicherheit. Sie bedeutet aber häufig auch mehr Gewicht, einen höheren Fahrzeugpreis und einen höheren Ressourcenbedarf.

Wer täglich überschaubare Strecken fährt und zuverlässig zu Hause oder im Unternehmen laden kann, benötigt möglicherweise deutlich weniger Batteriekapazität als jemand, der regelmäßig lange Autobahnstrecken zurücklegt.

Entscheidend ist deshalb nicht die theoretisch maximale Reichweite, sondern die Frage:

Welche Reichweite passt zu Ihrem tatsächlichen Alltag?

Das gilt genauso für die Ladegeschwindigkeit. Wer sein Fahrzeug überwiegend über Nacht lädt, hat andere Anforderungen als ein Außendienstmitarbeiter, der während eines Termins möglichst schnell wieder mehrere hundert Kilometer Reichweite benötigt.

AC, DC, Typ 2 und CCS – was braucht man wirklich?

Beim Laden begegnen einem schnell zahlreiche Abkürzungen.

Typ 2 ist der etablierte europäische Anschluss für das Laden mit Wechselstrom (AC) – beispielsweise an einer Wallbox oder vielen öffentlichen Ladepunkten.

Für schnelles Gleichstromladen (DC) ist CCS Combo 2 heute der zentrale europäische Standard. Damit können geeignete Fahrzeuge an Schnell- und HPC-Ladesäulen mit deutlich höheren Leistungen geladen werden.

Doch auch hier gilt: Eine Ladesäule mit sehr hoher Leistung bedeutet nicht automatisch, dass jedes Fahrzeug entsprechend schnell lädt. Entscheidend ist, welche Ladeleistung das Fahrzeug tatsächlich aufnehmen kann – und wie lange es diese Leistung während des Ladevorgangs hält.

Deshalb lohnt sich beim Fahrzeugvergleich ein Blick über die maximale kW-Zahl hinaus.

AC, DC, Typ 2 und CCS – was braucht man wirklich?

Beim Laden begegnen einem schnell zahlreiche Abkürzungen.

Typ 2 ist der etablierte europäische Anschluss für das Laden mit Wechselstrom (AC) – beispielsweise an einer Wallbox oder vielen öffentlichen Ladepunkten.

Für schnelles Gleichstromladen (DC) ist CCS Combo 2 heute der zentrale europäische Standard. Damit können geeignete Fahrzeuge an Schnell- und HPC-Ladesäulen mit deutlich höheren Leistungen geladen werden.

Doch auch hier gilt: Eine Ladesäule mit sehr hoher Leistung bedeutet nicht automatisch, dass jedes Fahrzeug entsprechend schnell lädt. Entscheidend ist, welche Ladeleistung das Fahrzeug tatsächlich aufnehmen kann – und wie lange es diese Leistung während des Ladevorgangs hält.

Deshalb lohnt sich beim Fahrzeugvergleich ein Blick über die maximale kW-Zahl hinaus.

E-MOBILITÄT

In der E-Mobilität, Elektromobilität oder auch e-Mobility genannt, spricht man von Fahrzeugen, die rein elektrisch angetrieben werden. Die elektrische Energie wird dabei von einem Elektromotor in mechanische Energie umgewandelt. Ein Fahrzeug bezeichnet unterschiedliche Fahrzeugklassen wie z.B. Schienenfahrzeuge, Landfahrzeuge, Luftfahrzeuge oder auch Wasserfahrzeuge. Zum Ausschluss von Verwechselungen werden wir hier von Elektroautos sprechen.​

Technische Vorteile

  • Weitgehend geräuschlose Energieumwandlung
  • Mechanische Energie kann abgasfrei zur Verfügung gestellt werden
  • Die Komponenten im Elektroauto besitzen einen hohen Wirkungsgrad
  • Hohe Dynamik der elektrischen Maschine

Allgemeine Anreize

  • Unabhängig von der knapp werdenden Energieressource Öl
  • Emissionen von Feinstaub, CO2 und Lärm können reduziert werden
  • Erhöhter Fahrkomfort, da sie leise, spritzig und agil vor allem in Ballungsgebieten sind

Überlegungen

  • Reichweite: Stadtverkehr Vorteile gegenüber Verbrenner-Fahrzeugen, Reisen derzeit mit zeitlichen Einschränkungen
  • Flächendeckende Infrastruktur aktuell nicht gegeben
  • Unterschiedliche Ladekonzepte
  • Keine einheitlichen Ladesäulen
  • Lebensdauer und anschließender Austausch der Batterie
  • Unabhängig von der knapp werdenden Energieressource Öl

HYBRIDE

Hybride, Plug-In oder auch Hybridelektrofahrzeuge genannt beziehen ihre Energie aus mindestens zwei Energiewandlern. Übersetzt man das Wort „Hybrid“ bedeutet es „zweierlei Herkunft“. Der Hybrid bezieht seine Energie / Leistung für den mechanischen Antrieb aus der im Fahrzeug gespeicherten Energie. Diese Energie wird vom Betriebskraftstoff sowie verschiedener Speichereinrichtungen, wie Batterie, Kondensator, Schwungrad / Generator zur Verfügung gestellt.

Technische Vorteile

  • Höherer Wirkungsgrad des Verbrennungsmotors, als reine Verbrennerfahrzeuge
  • Verbrennungs- und Elektromotor können parallel oder autonom geschaltet werden
  • Gute Beschleunigung
  • Kleinere, Leistungsschwächere Benzinmotor können eingesetzt werden

Allgemeine Anreize

  • Geringere Geräuschemission als Verbrennungsfahrzeuge
  • Erhöhter Fahrkomfort, durch zuschalten der gespeicherten Energie
  • Nicht auf Ladestationen angewiesen (Ausnahme PlugIn)
  • Kraftstoffeinsparung

Überlegungen

  • Reichweite bei rein elektrischem Fahren gering
  • Bei Ladung bzw. Rekuperation ungünstige Wirkungskette
  • Systemkomplexität
  • Im Vergleich zu reinen Verbrenner-Fahrzeugen kein monetärer Anreiz
  • Mehr Gewicht durch doppelten Antriebsstrang
  • Tank ist kleiner als bei Verbrenner-Fahrzeugen, damit sinkt die Reichweite

In diesem Artikel wird bewusst nicht auf die unterschiedlichen Hybride und Plug-In-Varianten eingegangen. Hierzu wird es einen separaten Beitrag im Blog geben.

Das Elektroauto wird zum Energiespeicher

Besonders spannend wird Elektromobilität dort, wo das Fahrzeug nicht mehr nur Strom verbraucht, sondern Energie auch wieder abgeben kann.

Beim bidirektionalen Laden fließt Strom in beide Richtungen.

V2L – Vehicle to Load

Das Fahrzeug versorgt externe elektrische Geräte mit Strom. Das kann vom Laptop über Werkzeug bis zum E-Bike reichen.

V2H – Vehicle to Home

Das Elektrofahrzeug wird Teil des Energiesystems eines Gebäudes. Überschüssiger Strom – beispielsweise aus einer Photovoltaikanlage – kann im Fahrzeug gespeichert und später wieder für das Gebäude genutzt werden.

V2G – Vehicle to Grid

Hier geht das Konzept noch einen Schritt weiter: Das Fahrzeug kann gespeicherte Energie wieder in das öffentliche Stromnetz einspeisen und perspektivisch dabei helfen, Lastspitzen auszugleichen und erneuerbare Energien effizienter zu nutzen.

Damit verändert sich die Rolle des Firmenwagens grundlegend: Aus einem reinen Verkehrsmittel kann ein mobiler Energiespeicher werden.

Smart Charging: Laden, wenn es sinnvoll ist

Auch ohne Energie zurückzuspeisen, wird intelligentes Laden immer wichtiger.

Beim Smart Charging kann der Ladevorgang abhängig von Strompreis, Netzbelastung, verfügbarer PV-Energie oder gewünschter Abfahrtszeit gesteuert werden.

Das Fahrzeug muss also nicht zwangsläufig sofort mit voller Leistung laden, sobald es angeschlossen wird. Stattdessen kann Energie dann aufgenommen werden, wenn sie verfügbar oder besonders günstig ist.

Gerade für Unternehmen mit mehreren Elektrofahrzeugen kann ein intelligentes Lastmanagement interessant sein. Es kann verhindern, dass alle Fahrzeuge gleichzeitig mit maximaler Leistung laden und dadurch unnötig hohe Lastspitzen entstehen.

Gerne berate ich Sie, welches
Elektroauto zu Ihnen passt.

Die Vorteile der Elektromobilität

Elektrofahrzeuge bieten – richtig eingesetzt – einige überzeugende Vorteile:

lokal emissionsfreies Fahren

hoher Wirkungsgrad des elektrischen Antriebs

leises und komfortables Fahren

geringerer mechanischer Wartungsbedarf

Laden am Unternehmensstandort oder zu Hause möglich

interessante Kombination mit Photovoltaik und Energiemanagement

perspektivisch Nutzung des Fahrzeugs als Energiespeicher durch V2H und V2G

Doch Elektromobilität ist nicht automatisch für jedes Nutzungsprofil die wirtschaftlich oder organisatorisch beste Lösung.

Und die Nachteile?

Elektrofahrzeuge bieten – richtig eingesetzt – einige überzeugende Vorteile:

lokal emissionsfreies Fahren

hoher Wirkungsgrad des elektrischen Antriebs

leises und komfortables Fahren

geringerer mechanischer Wartungsbedarf

Laden am Unternehmensstandort oder zu Hause möglich

interessante Kombination mit Photovoltaik und Energiemanagement

perspektivisch Nutzung des Fahrzeugs als Energiespeicher durch V2H und V2G

Doch Elektromobilität ist nicht automatisch für jedes Nutzungsprofil die wirtschaftlich oder organisatorisch beste Lösung.

Verbrennerautos Benzin und Diesel

In Deutschland sollen ab 2030 keine Benzin- und Dieselautos mehr neu zugelassen werden. Mit dem Verbot soll die Elektromobilität gefördert werden. Auf dieser Grundlage überlegt man sich selbstverständlich macht es überhaupt noch Sinn ein Verbrennerauto zu kaufen. Die Vor und Nachteile der Diesel gegenüber den Benzin-Fahrzeugen werden folgend dargestellt.

Vorteile Diesel​

  • Aufgrund der aktuellen Debatten sind Dieselfahrzeug erschwinglich
  • Geringer Kraftstoffverbrauch
  • Hohes Drehmoment bereits im niedrigeren Drehzalbereich
  • Geringere Kohlendioxid-Emissionen
  • Gute Reichweite
  • Langjährige Entwicklungen und Erfahrungen

Vorteile Benziner​

  • Drehfreudige Motoren
  • Große Auswahl an unterschiedlichen Motorvarianten
  • Geringere Stickoxid-Emissionen als Diesel-Fahrzeuge
  • Bestehende Infrakstruktur
  • Langjährige Entwicklungen und Erfahrungen​​

Nachteile Diesel

  • Sehr schlechte Wertstabilität
  • Höhere Stickoxid-Emissionen, welche durch Zugabe von Abgasnachbehandlungs-Systemen (beispielsweise AdBlue) reduziert werden können
  • Unsicherheit aufgrund der aktuellen Debatten über Fahrverbote und neuen Plaketten
  • Höhere Steuern

Nachteile Benziner

  • Hoher Kraftstoffverbrauch
  • Höhere Kohlendioxid-Emissionen
  • Im unteren Drehmomentbereich wenig Kraftentfaltung
  • Durch Direkteinspritzung steigen die Feinstaubemissionen (Verbesserung durch Partikelfilter)

Welche Elektromobilität passt zu Ihrem Unternehmen?

Die entscheidende Frage lautet für mich nicht:

„Welches Elektroauto hat die größte Reichweite?“

Sondern:

„Welches Fahrzeug und welches Ladekonzept passen zu Ihrem tatsächlichen Bedarf?“

Ich betrachte deshalb Fahrzeug, Fahrprofil, Ladebedarf und wirtschaftliche Rahmenbedingungen gemeinsam. Denn manchmal ist ein Elektrofahrzeug die ideale Lösung. Manchmal braucht es eine bestimmte Batteriegröße oder Ladeleistung. Und manchmal zeigt eine ehrliche Analyse, dass eine andere Antriebs- oder Mobilitätslösung besser passt.

Technologie sollte sich Ihrem Bedarf anpassen – nicht umgekehrt.

Elektromobilität kann sich zusätzlich auszahlen

Neben Fahrzeug, Reichweite und Ladeinfrastruktur gibt es für Halter reiner Elektrofahrzeuge noch einen weiteren interessanten Aspekt: die THG-Quote.

Unter bestimmten Voraussetzungen kann die eingesparte Treibhausgasemission eines Elektrofahrzeugs vermarktet und damit ein zusätzlicher finanzieller Vorteil erzielt werden.

→ Mehr zur THG-Quote

Oldtimer vs. Youngtimer als Werbefahrzeug

Die StVO regelt eindeutig, welche Fahrzeuge zu den Oldtimern und welche zu den Youngtimern zählen. So wird zwischen dem Alter der Fahrzeuge unterschieden. Auch der Originalzustand sowie der Seltenheitswert werden betrachtet.

Youngtimer

  • Es sollte zwischen 15 und 20 Jahren alt sein (hierzu keine Angabe in der StVO),
  • Es bekommt keine spezielle Kennung auf dem Kennzeichen
  • Der Originalzustand muss weitestgehend erhalten sein und
  • Das Fahrzeug muss gut gepflegt sein (sowohl technisch als auch optisch)

Oldtimer

  • Ein Oldtimer muss mindestens 30 Jahre alt sein
  • Auch hier muss der Originalzustand weitestgehend erhalten sein
  • Er bekommt die Kennung „H“ auf dem Kennzeichen
  • Er ist vom TÜV befreit
  • Es kann ein Sammlerkennzeichen beantragt werden, wenn mehrere Oldtimer im Besitz sind. Kennzeichen-Kennung „07“

Überlegungen

Viele Besitzer eines Youngtimers streben die Zulassung zum Oldtimer an.

  • Der Erhalt eines Old-/Youngtimers ist kostspielig und abhängig von Hersteller und Modellart
  • Diese Fahrzeuge haben einen Seltenheitswert
  • Sie müssen regelmäßig bewegt werden
  • Sie benötigen viel Pflege und Aufmerksamkeit

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